{"id":23357,"date":"2018-07-02T04:28:20","date_gmt":"2018-07-02T02:28:20","guid":{"rendered":"http:\/\/depedrum.mnemosyna.ch\/?p=23357"},"modified":"2018-07-12T16:47:56","modified_gmt":"2018-07-12T14:47:56","slug":"fazit-wallis-und-futuna-11-juni-18-juni-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/2018\/07\/02\/fazit-wallis-und-futuna-11-juni-18-juni-2018\/","title":{"rendered":"Fazit Wallis und Futuna&#8230; (11. Juni &#8211; 18. Juni 2018)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wallis und Futuna ist:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>ein aus 3 Inseln bestehender Staat im S\u00fcdpazifik, welcher eigentlich als \u00dcberseegebiet Frankreichs gilt, obwohl er von 3 Monarchen regiert wird (1 K\u00f6nig pro Insel)und sich \u2013 paradoxerweise \u2013 innerhalb Europas befindet.<\/li>\n<li>ein \u00fcber landschaftlich ziemlich unterschiedliche Inseln verf\u00fcgendes Land: h\u00fcgelige, felsige und vulkanartige Landflecken und Lagunen. Im Allgemeinen kennzeichnet sich jedoch die Landschaft durch ein tropisches Klima und ein entsprechendes Aussehen.<\/li>\n<li>wettertechnisch immer heiss, wobei die Regenzeit ab und zu eintrifft und die W\u00e4rme in eine unglaubliche Feuchtigkeit umwandelt. Dabei muss man wissen, dass es fast immer regnet, allerdings in der Regenzeit deutlich mehr.<\/li>\n<li>ein Land dessen Bev\u00f6lkerung zwei grosse ethnische Gruppen ausmachen: die einheimischen Polynesier und die besserwisserichen ausgewanderten Franzosen vom Kontinent. Die Einheimischen sind gr\u00f6sstenteils freundlich, allerdings eher gelangweilt und zu streng in ihrer eigenen Welt und dem damit zusammenh\u00e4ngenden Rhythmus vertieft, so dass keine Ausnahmen die Regel bilden k\u00f6nnen. (beispielsweise ist die Mittagspause hoch und heilig, obwohl man vielleicht dann keinen Hunger hat oder etwas anderes Interessantes aufgetaucht w\u00e4re, was einen zum Verschieben der Mittagspause verleiten k\u00f6nnte. Dies ist aber nicht der Fall, die Mittagspause wird trotz interessanter Alternativen nicht um 1 Stunde verschoben, weil es ein Prinzip ist, an dem man sich halten muss.) Ausserdem sind die Einheimischen zu fest von der feinen franz\u00f6sischen Arroganz beeinflusst. Sie sehen sich (und sind es auch) als franz\u00f6sische, dem Rest \u00fcberlegene B\u00fcrger und kommen daher etwas eingebildet, verw\u00f6hnt und meistens initiativlos r\u00fcber. Die hierzulande lebenden Franzosen weisen einen ausgepr\u00e4gten Superiorit\u00e4tsstatus auf und bringen mit sich haufenweise Stolz \u2013 die Spuren alter kolonialer Macht und derer \u00dcberlegenheit sind keineswegs komplett wegzudenken und sogar noch deutlich zu sp\u00fcren \u2013 und gleichzeitig viel Faulheit. Obwohl sie sich als die Besserwisserischen auf der Insel betrachten, mangelt es ihnen sowohl an Initiativen als auch an Lust und Drang genau dies zu \u00e4ndern, was sie an der einheimischen selbstzufriedenen Kultur kritisieren. Sie f\u00fchren allgemein ein lethargisches Leben, wobei sie aber das Kritisieren Ihresgleichen nicht unterlassen.<\/li>\n<li>ein der sog. \u201eInselgefangenschaft\u201c zum Opfer gefallenes Land: man lebt in einer v\u00f6lligen Lethargie, wo sich die Alltagsh\u00f6hepunkte durch die \u00d6ffnungszeiten der 2 hiesigen Superm\u00e4rkte kennzeichnen.<\/li>\n<li>ein Land, dem es an Versammlungs- und Unterhaltungsm\u00f6glichkeiten durchaus mangelt. Jede hier wohnhafte einheimsche Familie besitzt viel Land und ein grosses Haus. Da die gesamte Insellandverteilung der sich entwicklenden Gesellschaft nicht angepasst wurde und somit der Privatbesitz eine zentrale Rolle einnimmt, ist das Gestalten eines Zentrums bzw. verschiedener Versammlungs- und Unterhaltungsm\u00f6glichkeiten bietender R\u00e4ume eine Sache des Unm\u00f6glichen. Keiner will sein Land verkaufen um beispielsweise einer Bar oder einem Restaurant Platz zu machen. Daher gibt es vereinzelte kleine und nicht unbedingt nennenswerte Restaurants, L\u00e4den und M\u00e4rkte in allen Ecken der Insel zerstreut. Da die Insel trotzdem eine betr\u00e4chtliche Gr\u00f6sse hat und man auf ein motorisiertes Fahrzeug angewiesen ist um gewisse Abst\u00e4nde zur\u00fcckzulegen, ist dies nicht unbedingt gemeinscahftsf\u00f6rdernd. Aus dem Grund f\u00fchrt hier jeder ein sehr abgelegenes und einsames Leben. Das Soziale dessen ist das Gesehenwerden in der Stadt w\u00e4hrend man am Autofahren oder am Einkaufen ist, den Rest der Zeit verbringt man in einer Seifenblasenwelt irgendwo gefangen zwischen zwei Realit\u00e4ten: der europ\u00e4isch-kontinentalen und der eigentlichen s\u00fcdpazifischen. Die einzigen Treffpunkte aller sind die unz\u00e4hligen Kirchen der Insel. Sollte der Bau einer neuen Kirche zur Diskussion stehen, w\u00fcrden s\u00e4mtliche Einheimischen ein St\u00fcck ihres Landes freiwillig abtreten und spenden.<\/li>\n<li>langweilig. Die beliebteste Freizeitbesch\u00e4ftigung hier wohnhafter Leute ist das Abhauen \u2013 entspannungshalber nat\u00fcrlich \u2013 auf die noch kleineren und komplett unbewohnten Nachbarinseln&#8230; wie wenn Wallis selber nicht abgelegen und einsam genug w\u00e4re. Man fl\u00fcchtet vor der Einsamkeit in die Einsamkeit, dies sagt bereits viel \u00fcber die Unternehmenslust der hiesigen Bev\u00f6lkerung aus.<\/li>\n<li>bildungstechnisch eine etwas lockerere und angepasste Variante des franz\u00f6sischen Schulsystems. Ein guter Abschluss in den franz\u00f6sischen \u00dcberseegebieten wird als mittelm\u00e4ssig in Frankreich eingestuft.<\/li>\n<li>\u00fcberhaupt keine Touristenattraktion. Abgesehen von einigen kein Wow-Effekt bewirkenden mehrst\u00fcndigen Bootstouren herrscht hier wirklich tote Hose.<\/li>\n<li>eine vielleicht sch\u00f6ne Destination als Taucher, falls man den einzigen Tauchshop- und Tauchausr\u00fcstung-Besitzer auf der Insel dazu bringen k\u00f6nnte, tauchen zu gehen.<\/li>\n<li>ein Land, in welchem man ziemlich einfach unterwegs ist \u2013 vorausgesetzt man spricht etwas Franz\u00f6sisch. Ohne Franz\u00f6sisch ist man ziemlich blockiert.<\/li>\n<li>teuer als Frankreich bis sehr teuer. F\u00fcr gewisse Dienstleistungen (wie beispielsweise Mobilfunk und Internet) sind an manchen Orten \u00fcberrissene und nicht gerechtfertigte Preise zu erwarten.<\/li>\n<li>ein sicheres Land.<\/li>\n<li>ein Land in welchem der \u00f6. V. und sogar Taxis inexistent sind. Man kennt entweder jemanden mit einem Fahrzeug, besitzt (oder mietet) man selber eines oder man ist auf Autostopp angewiesen, was m\u00e4ssig funktioniert.<\/li>\n<li>sicherlich keine Reise wert. Will man eine abgelegene Pazifik-Insel erleben, ist man anderen Orten viel besser bedient.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wallis si Futuna este:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>un stat alcatuit din 3 insule imprastiate in Pacificul de Sud care de fapt este un teritoriu francez de peste mari (desi este condus de catre 3 monarhi: unul pe fiecare insula) facand astfel parte \u2013 in mod paradoxal \u2013 din Europa.<\/li>\n<li>o tara cu niste insule destul de diferite din punct de vedere al reliefului: stanci, dealuri si lagune \u2013 aici este prezenta o oarecare varietate. In mod general peisajul se caracterizeaza printr-o clima tropicala si o aparenta pe masura.<\/li>\n<li>din punct de vedere climatic tot timpul o zona calduroasa, sezonul de ploaie este singurul care se resimte din cand in cand. Desi ploua aproape in fiecare zi, precipitatiile ating cote mult mai mari in sezonul de ploaie, fapt care duce la o umiditate extrema.<\/li>\n<li>o tara a carei populatie este alcatuita din doua mari grupuri etnice: polinezienii bastinasi si imigrantii francezi de pe continent care se cred mai grozavi decat toata lumea. Populatia bastinasa este in mare parte prietenoasa, insa mai degraba plictisita si mult prea adancita intr-un sistem steril de reguli stricte si un ritm pe masura, astfel incat exceptiile nu sunt posibile nici macar pentru a confirma regula. (spre exemplu pauza de masa este sfanta, intr-atat de sfanta incat este respectata indiferent de faptul ca ti-e foame sau nu la ora respectiva; atat de sfanta incat nu vine amanata chiar daca poate se iveste ceva interesant de facut in momentul acela. Nici vorba, este vorba de un principiu, indiferent de cheful de moment sau de cat de interesant este ceva, pauza de masa nu se amana sub nici o forma!) Mai mult decat atat, bastinasii sunt oarecum prea puternic influentati de acea aroganta tipica franceza. Polinezienii bastinasi se percep ca si cetateni francezi (ceea ce de fapt si sunt) in majoritatea cazurilor superiori celorlalti (ceea ce nu sunt). Din aceasta cauza de multe ori au un aer ingamfat, rasfatat si par lipsisti de orice initiativa. (de care nu au nevoie, pentru ca deja sunt grozavi!) Francezii care traiesc pe aceste meleaguri afiseaza un aer de superioritate foarte puternic si aduc cu ei munti de mandrie \u2013 urmele marii si batranei puteri coloniale si a superioritatii acesteia nu au disparut nici pe departe din constiinta nationala a acestora, ba chiar se lasa simtite destul de bine in asemenea locuri \u2013 si lene pe masura. Desi se comporta precum atotstiutorii sfatosi ai insulei, nu dau dovada nici de cea mai mica urma de initiativa, chef sau dorinta de a schimba ceva din lucrurile pe care le critica la cultura bastinasa bazata pe un principiu de autosuficienta. In principiu francezii veniti aici nu fac altceva decat sa duca o viata in letargie insa in acelasi timp nu renunta la prostul obicei de a critica pe tot restul lumii \u2013 care la urma urmei duce exact aceeasi viata ca si ei.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>un stat care i-a cazut prada asa numitului \u201eprizonierat de insula\u201c: viata aici este una lipsita de orice ritm, letargica si apatica; un trai ale carui puncte culminante sunt orele de deschidere ale celor 2 magazine mari si late de pe insula.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>o tara in care lipsesc cu desavarsire locuri de intalnire si posibilitati de distractie. Fiecare familie bastinasa este proprietara unei mari parcele de pamant si a unei case uriase. In toti acesti ani, distribuirea pamantului de pe insula nu a reusit sa se adapteze evolutiei unei societati in dezvoltare, fapt pentru care proprietatea privata ocupa un loc mai mult decat central in planificarea urbana. In aceste conditii crearea unui centru sau a unor spatii de intalnire si de distractie este imposibila. Nimeni nu vrea sa isi vanda pamantul pentru a face loc unui restaurant sau unui bar. De aceea exista mici restaurante si magazine mici si rasfirate prin toate colturile insulei. Avand insa in vedere ca Wallis este o insula destul de mare si ai clar nevoie de un automobil pentru a ajunge de la A la B, aceasta situatie nu este tocmai una fericita respectiv nu stimuleaza sau incurajeaza foarte mult o viata comunitara cu toate activitatile sale sociale normale. Acesta este motivul principal pentru care toata lumea de aici duce o viata foarte izolata si singuratica, singurele componente sociale ale acesteia fiind momentele in care esti zarit la volanul masinii pe strada sau in magazine facand cumparaturile. Oamenii de aici isi petrec tot restul timpului undeva intr-un balon de sapun, prizonieri intre doua realitati: cea European-continentala si cea autentica a Pacificului de Sud. Singurele locuri de intalnire si de socializare de pe insula sunt nenumaratele biserici. Daca cumva s-ar pune problema constructiei unei noi biserici, ei bine in acest caz toti localnicii ar ceda sau dona o parte din terenurile personale cu drag.<\/li>\n<li>un loc enorm de plictisitor. Ocupatia preferata a localnicilor in timpul liber este evadarea \u2013 in scopuri de relaxare \u2013 pe insulele vecine care sunt si mai mici si complet nelocuite\u2026 de parca Wallis in sine nu ar fi un loc sufficient de izolat si singuratic. Cei de aici evadeaza din singuratate in singuratate, asta spune deja multe despre pofta lor de viata.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>din punct de vedere al nivelului educational o varianta mai relaxata si adaptata a sistemului scolar francez. Un bacalaureat cu rezultate extraordinare in toate teritoriile francize de peste mari este doar un nivel mediocru in Franta.<\/li>\n<li>nicidecum o atractie turistica. In afara de niste excursii cu barca de cateva ore sau poate o zi \u2013 care nu impresioneaza deloc \u2013 aici nu este nimic de facut, totul este mort.<\/li>\n<li>poate o destinatie frumoasa pentru scufundat, asta in cazul in care cineva reuseste sa il motiveze pe singurul proprietar de magazin de scufundat respectiv singura persoana care are echipamentul necesar pe insula, sa te si scoata la scufundat.<\/li>\n<li>o tara in care se calatoreste usor \u2013 pornind de la premisa ca le rupi cu franceza.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>foarte scumpa, mai scumpa decat Franta continentala. Pentru anumite servicii si produse (spre exemplu telecomunicatii, telefon, internet) preturile sunt mai mult decat nerusinate si deloc legitime.<\/li>\n<li>o tara in care siguranta nu reprezinta nici o problema<\/li>\n<li>o tara in care transportul in comun si chiar si taxi-urile sunt complet inexistente. Fie cunosti pe cineva care are un autoturism, fie ai tu unul (sau il inchiriezi). Daca nu, esti nevoit sa faci autostop, ceea ce functioneaza asa si asa.<\/li>\n<li>nicidecum un loc care merita vizitat. Cine doreste sa traiasca experienta unui sejur pe o insula izolata din Pacific poate alege din alte locuri mult mai frumoase si interesante.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wallis und Futuna ist: ein aus 3 Inseln bestehender Staat im S\u00fcdpazifik, welcher eigentlich als \u00dcberseegebiet Frankreichs gilt, obwohl er von 3 Monarchen regiert wird (1 K\u00f6nig pro Insel)und sich \u2013 paradoxerweise \u2013 innerhalb Europas[&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[69],"tags":[],"class_list":["post-23357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fazit-laender-concluzii"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23357"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23358,"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23357\/revisions\/23358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}