{"id":25417,"date":"2018-07-24T15:59:34","date_gmt":"2018-07-24T13:59:34","guid":{"rendered":"http:\/\/depedrum.mnemosyna.ch\/?p=25417"},"modified":"2018-07-24T15:59:34","modified_gmt":"2018-07-24T13:59:34","slug":"fazit-japan-9-juli-24-juli-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/depedrum.beta1.mnemosyna.ch\/index.php\/2018\/07\/24\/fazit-japan-9-juli-24-juli-2018\/","title":{"rendered":"Fazit Japan&#8230; (9. Juli &#8211; 24. Juli 2018)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Japan ist:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>ein Inselstaat, welcher landschaftlich doch ein gewisses Spektrum an verschiedenen Bildern zu bieten hat: Berge, Wald, flache Landwirtschaftsgegenden sowie riesige urbane Konzentrationen. Was vielleicht eher weniger vertreten ist \u2013 abgesehen von der Insel Okinawa \u2013 sind Strand- und K\u00fcstenlandschaften. Im Allgemeinen kennzeichnet sich das Land durch heisse Sommer- und nicht gerade kalte Winter aus. Ein anderes Bild entfaltet sich in den Bergregionen, welche in den Sommertagen ertr\u00e4glichere Temperaturen sowie angenehme Brisen und in den Wintermonaten haufenweise Schnee aufweisen.<\/li>\n<li>ein Staat, dessen Bev\u00f6lkerung sowie Kultur urspr\u00fcnglich auf die chinesischen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. China soll in alten Zeiten eine grosse Gegend in Asien gepr\u00e4gt haben bzw. Chinesen haben sich anno dazumal an vielen Orten niedergelassen und somit die eigene Kultur weitergef\u00fchrt. Japan \u2013 und Korea \u00fcbrigens \u2013 war keine Ausnahme. Das Urgestein chinesischer Kultur und Zivilisation kann aus dem kulturellen Werdegang Japans nicht weggedacht werden. Heutzutage sind diese Aspekte allerdings eher verheimlicht bzw. von den Einheimischen nicht gerne wahrgenommen, da die Japaner nicht unbedingt gut auf ihre Nachbar-Vorfahren zu sprechen sind. Die Ehrlichen unter ihnen geben dies allerdings zu und bekennen sich zur gemeinsamen Herkunft. Dabei muss allerdings erw\u00e4hnt werden, dass die japanische Kultur sich doch noch \u2013 im Nachhinein \u2013 auf eigenartige Art und Weise weiterentwickelte und die urspr\u00fcnglich vermittelten Grundwerte erhielten einen typisch \u2013 vielleicht ebenfalls durch den Einfluss anderer Kulturen \u2013 japanischen Hauch. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise die \u00fcbertriebenen H\u00f6flichkeits- und Respektzeichen, die einem an jeder Strassenecke erwiesen werden. Obwohl diese heutzutage lediglich einen von der Bev\u00f6lkerung nicht zu hinterfragenden und im Bewusstsein tief verankerten Automatismus darstellen, sind sie trotzdem auf echte Zeichen gegenseitigen Respekts und ebensolcher Wertsch\u00e4tzung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dabei muss vielleicht noch gekl\u00e4rt werden, dass diese Gesten sehr hierarchisch bedingt sind, was ebenfalls Vieles \u00fcber die japanische Gesellschaft aussagt: man erweist lediglich einem \u00fcberlegenen Wesen solchen Respekt, dem unterlegenen kann man, muss man jedoch nicht.<\/li>\n<li>ein Land, in welchem die Einheimischen sehr hilfsbereit sind und \u2013 manchmal \u00fcbertrieben \u2013 versuchen zu helfen, auch dann, wenn sie eigentlich keine Ahnung haben. Dabei beschr\u00e4nken sie sich allerdings \u2013 trotz der grossen angek\u00fcndigten Hilfsbereitschaft \u2013 lediglich auf das N\u00f6tigste, auf das Wesentliche: meistens begleitet ein roboter-\u00e4hnliches, abgehacktes Frage-Antwort Gespr\u00e4ch das ganze Geschehen. Sind diese aber in ihrer Zielstrebigkeit bzw. auf ihrem Weg irgendwohin gest\u00f6rt, k\u00f6nnen sie sehr wohl auch unh\u00f6flich sein und einfach \u2013 vor sich hin murmelnd \u2013 einen wegstossen um sich Platz zu verschaffen. Dies ist uns jedoch nur bei den Velofahrern aufgefallen, welche sich \u2013 dummerweise \u2013 das Trottoir mit den Fussg\u00e4ngern teilen m\u00fcssen.<\/li>\n<li>nur schein-offen und ganz anders als jedes andere asiatische Land. Diese Schein-Offenheit kommt auch dann zum Schein, wenn man den Einheimischen n\u00e4her kommt. Ein normales Gespr\u00e4ch kann man nur mit denjenigen f\u00fchren, die bereits ein wenig gereist sind, die anderen beschr\u00e4nken das Gespr\u00e4ch immer auf das langweilige und abgehackte Frage-Antwort Muster. Eine Empfehlung bez\u00fcglich einer sich lohnenden Sehensw\u00fcrdigkeit bzw. ein Geheimtipp kann man von Japanern komplett vergessen \u2013 dies w\u00fcrde heissen, dass sie Initiative ergreifen bzw. kreativ werden und einem etwas vorschlagen m\u00fcssten, Bereiche die ihnen v\u00f6llig fremd sind. Diese Initiativ-, Kreativit\u00e4ts- und Meinungslosigkeit sind es, die ihnen die Eigenschaft der Langeweile verleihen: im Gegensatz dessen, was man \u2013 Vorurteilen zufolge \u2013 glauben mag, sind die Japaner ein \u00e4usserst langweiliges Volk. Man hat das Gef\u00fchl, die Japaner seien einer Routine verfallen, aus welcher sie nie herauskommen. Daher reisen sie auch sehr wenig, sie legen t\u00e4glich die gleichen Strecken zur\u00fcck und probieren selten Neues aus.<\/li>\n<li>ein von Verhaltensregeln gepr\u00e4gtes, ja sogar besessenes Land. W\u00e4hrend man sich als Westlicher in anderen asiatischen L\u00e4ndern \u2013 wie beispielsweise China oder Taiwan \u2013 sicherlich die dortigen Verhaltensnormen zuerst aneignen muss, da diese sich von der eigenen Kultur dermassen unterscheiden, f\u00fchlt man sich trotz m\u00f6glicher anf\u00e4nglicher Patzer von den Einheimischen verstanden \u2013 vielleicht etwas ausgelacht \u2013 aber sicherlich willkommen geheissen. In Japan hingegen stosst man gegen eine Mauer und man hat das Gef\u00fchl, es werde von einem erwartet, dass man \u00fcber diese springt \u2013 dabei werden einem (von den Einheimischen) Null Wegweisern oder Referenzpunkte zur Verf\u00fcgung gestellt. Ja, wenn man dies auf falsche Art und Weise versucht, wird man \u2013 zwar nie direkt beleidigt, aber sicherlich \u2013 komisch angeschaut und beurteilt. Beispielsweise bedeutet in der japanischen Gesellschaft die Frage: \u201ewillst du noch ein Glas Wasser?\u201c im Rahmen eines Freundestreffens eigentlich \u201ejetzt hatte ich genug von dir, es w\u00e4re mal an der Zeit, dass du gehst!\u201c Dies sollte man \u2013 durch die Blume selbstverst\u00e4ndlich \u2013 verstehen, wird aber diesbez\u00fcglich von den wenigsten Einheimischen belehrt \u2013 da es vermutlich zu unh\u00f6flich w\u00e4re! Und dies ist lediglich eines von den Unmengen an solch doppeldeutigen Aussagen, die es zu lernen gilt um den Anspr\u00fcchen der japanischen Kultur gerecht zu werden. Alles in Allem f\u00fchlt man sich in Japan als Ausl\u00e4nder oberfl\u00e4chlich sehr geehrt und geschmeichelt \u2013 da man mit 100 Verbeugungen am Tag begr\u00fcsst wird \u2013 aber im Grunde genommen viel weniger akzeptiert als in anderen asiatischen L\u00e4ndern.<\/li>\n<li>ein Land, dessen weltweit h\u00f6chste Suizidrate auf ebendiese Regelstrenge zur\u00fcckzuf\u00fchren und mit der Philosophie der Samurai zu erkl\u00e4ren ist. Verliert man die Ehre, ist man seinem Platz in der Gesellschaft nicht mehr gewachsen. Bevor dies der Fall ist, \u00fcbernimmt man selber die Entscheidung sich das Leben zu nehmen. Dieser kulturelle Hintergrund kombiniert mit dem heutigen modernen Stress hat zur Folge, dass das Zugnetz tagt\u00e4glich von einem Selbstmord-Vorfall beeintr\u00e4chtigt wird.<\/li>\n<li>eine Kultur, derer Philosophie gar nicht so komplex und unverst\u00e4ndlich ist, als wir es uns als Westliche vorstellen. Durch die geographische Lage bedingt, ist den Japanern der Begriff des Neuanfanges sehr wohl bekannt. Ein Land in welchem w\u00f6chentlich mehrere Erdbeben zu sp\u00fcren sind und welches andere Werte auf der Richterskala bereits erlebte bzw. ein Ort, welcher nicht selten von der Wut eines Taifuns betroffen und gesch\u00e4digt wird, weiss es vom Alten loszulassen und wieder von vorne anzufangen. Dabei w\u00fcrde man meinen, sie w\u00fcrden \u00fcberhaupt nicht an materiellen Sachen h\u00e4ngen \u2013 man w\u00fcrde allerdings falsch liegen. Sie h\u00e4ngen vermutlich sogar mehr daran als wir Westliche, da f\u00fcr einen Japaner alles eine Seele hat, inklusive Gegenst\u00e4nde. Geht einer davon jedoch verloren oder wird er zerst\u00f6rt, wandert dessen Seele in eine andere materielle Form, so dass \u2013 trotz Nichtmehrdasein des Materiellen \u2013 sie nun in etwas Neuem weiterlebt. Genau diese Einstellung und Denkweise wurde infolge s\u00e4mtlicher verheerenden Katastrophen auf die Weltanschauung \u00fcbertragen.<\/li>\n<li>ein \u2013 zumindest von den Einheimischen so beschrieben \u2013 politisch sehr einfach zu steuerndes Land. Aufgrund oben erw\u00e4hnter Meinungslosigkeit der Bev\u00f6lkerung f\u00e4llt es den politischen Lidern \u00e4usserst einfach die Massen zu beeinflussen und das Land in die gew\u00fcnschte Richtung zu lenken. Das USA-Beispiel veranschaulicht dies am besten: obwohl die Amerikaner den Japanern \u2013 abgesehen von Naturkatastrophen \u2013 das gr\u00f6sste \u00dcbel angetan haben indem sie die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fallen liessen, gilt dies schon l\u00e4ngst als vergessen bzw. wurde \u2013 abgesehen von den direkt betroffenen Hiroshima und Nagasaki-Einwohnern nie so wirklich aufs Sch\u00e4rfste verurteilt. Der Grund? Abgesehen von der Gewohnheit der Japaner infolge einer \u2013 normalerweise (Natur) \u2013 Katastrophe alles wieder von Grund aufzubauen, war es das Brot- und- Spiele Verhalten der Amerikaner, welche nachtr\u00e4glich in der Krise-Situation halfen und den meisten Dorfbewohnern Brot \u2013 eine japanische Rarit\u00e4t dazumal \u2013 spendeten.<\/li>\n<li>ein politisch heutzutage demokratisch regiertes Land, in welchem jedoch der Kaiser \u00fcber weit mehr Macht verf\u00fcgt als sein Symbolstatus es andeutet. M\u00f6chte der Kaiser etwas bewirken, ver\u00e4ndern oder erreichen muss er dies lediglich in einer Ansprache ans Volk andeuten \u2013 und schon wird gefolgt. Daher erheben heutzutage einige \u2013 mit der Regierung unzufriedene Japaner \u2013 schwere Vorw\u00fcrfe an diesen: w\u00e4hrend er in der Vorkriegszeit sich noch um das Wohl des Volkes bem\u00fchte, st\u00fcnden nun lediglich private Interessen im Vordergrund. Die Tatsache, dass seit dem Ende des 2. Weltkrieges \u2013 trotz demokratischer Regierungsform \u2013 die gleiche Partei an der Macht ist, ist sicherlich kein Zufall.<\/li>\n<li>ein von einer sehr starken Arbeitsmoral gekennzeichnetes Land. Die Japaner verf\u00fcgen \u00fcber bloss 2 Wochen Ferien im Jahr \u2013 mit etwas Gl\u00fcck vielleicht 3. Das Arbeitsbild ist gepr\u00e4gt von sehr langen Tagen, der Verdienst bleibt hingegen f\u00fcr japanische Verh\u00e4ltnisse bescheiden. Dies hat zur Folge, dass die meisten Leute umso l\u00e4nger arbeiten, um ihren Verdienst zu erh\u00f6hen. Die Arbeit ist f\u00fcr viele von ihnen das A und O des Lebens.<\/li>\n<li>ein Land, dessen Realit\u00e4t nicht der allgemein im Ausland verbreiteten Meinung \u00fcbereinstimmt: Roboter sind nicht allgegenw\u00e4rtig, man muss sie wirklich suchen und wird zum Teil nicht f\u00fcndig; die Digitalisierung l\u00e4sst zu w\u00fcnschen nach; die \u00fcberm\u00e4ssige P\u00fcnktlichkeit und Sekundenz\u00e4hler an den Bahnh\u00f6fen sind nur ein Mythos und das Umweltbewusstsein \u2013 trotz hohen Bildungsstandes \u2013 ein Bereich, in dem es paradoxerweise ziemlich viel Nachholbedarf gibt.<\/li>\n<li>ein Land in welchem die WCs 2 Extreme darstellen: entweder hat man eine automatische, hochmoderne Toilette, die einem den Hintern putzt und sogar trocknet, oder aber man steht vor einem Loch im Boden. Gleichzeitig sind japanische Badezimmer sehr unterschiedlich von unseren: w\u00e4hrend in einem Badezimmer beides \u2013 sowohl eine Badewanne als auch eine Dusche \u2013 vorhanden ist, w\u00e4scht man sich nie in der Badewanne. Das Ganze passiert ausserhalb dieser.<\/li>\n<li>das Land mit dem kompliziertesten \u00f6. V.-System aller Zeiten. Ja, das System gilt \u2013 nicht ungerechtfertigt \u2013 als eines der besten weltweit \u2013 dies beschr\u00e4nkt sich jedoch auf die Anzahl vorhandener Verbindungen und ihre P\u00fcnktlichkeit sowie Sauberkeit. Was einen allerdings eher \u00fcberrascht, ist dass diese Bewertung lediglich f\u00fcr die urbanen Gegenden gilt, die l\u00e4ndlichen Regionen kommen keineswegs in den Genuss so guter Anschl\u00fcsse wie in der Schweiz. Das Ticketing-System bereitet einem Kopfzerbrechen, die Struktur und \u00dcbersicht fehlt \u2013 die Einheimischen bezeichnen es sogar als chaotisch \u2013 und der Informationszugang im Fall von Unklarheiten ist nur sp\u00e4rlich gew\u00e4hrleistet. Wer diesbez\u00fcglich detailliertere Informationen m\u00f6chte, der entnehme sie bitte unserer Tipps und Tricks-Seite.<\/li>\n<li>ein f\u00fcr Touristen auf der Suche nach den Spuren alter Zeiten und des Traditionellen nicht unbedingt sehr einfach zu bereisendes Land. Die \u00dcberbleibsel des alten Japan sind \u2013 wenn noch vorhanden \u2013 sehr versteckt zwischen aktuellen allt\u00e4glichen Strukturen und moderner Architektur. Wenn man Japan bereisen m\u00f6chte, muss man viel Recherche-Vorarbeit leisten, da einem hier \u2013 wie bereits erw\u00e4hnt \u2013 nicht wirklich Tipps gegeben werden \u2013 egal ob man privat einen Einheimischen oder im Touristeninformationsschalter fragt.<\/li>\n<li>ein Land, in welchem man ziemlich einfach unterwegs ist. Man muss sich allerdings darauf gefasst machen, dass nicht jeder Englisch kann bzw. dass oft Informationen an \u00f6ffentlichen Orten ausschliesslich auf Japanisch vorhanden sind. N\u00e4hert man sich als Nicht-Japanisch-Sprechender einem Einheimischen mit einer Frage, gibt es seinerseits zwei m\u00f6gliche Reaktionsszenarien: entweder versucht er \u2013 trotz der Sprachbarriere \u2013 einem zu helfen, oder aber er ignoriert einen und rennt panikartig davon.<\/li>\n<li>preislich zu relativieren: w\u00e4hrend der o. V. sehr teuer ist, sind andere Alltagsbereiche vergleichbar mit Westeuropa und eigentlich weniger kostspielig als allgemein angenommen.<\/li>\n<li>ein sehr sicheres Land. Verliert man beispielsweise etwas in Japan \u2013 unabh\u00e4ngig vom Wert des Gegenstandes \u2013 findet man es meistens wieder. Da k\u00f6nnen hoch-entwickelte L\u00e4nder weltweit vermutlich nur schwer mithalten.<\/li>\n<li>essenstechnisch sehr vielf\u00e4ltig, allerdings belegt Osaka diesbez\u00fcglich klar den ersten Platz. Fr\u00fcchte sind jedoch Mangelware. Diese geh\u00f6ren nicht zum allt\u00e4glichen und \u00fcblichen Ern\u00e4hrungsplan eines Japaners und werden preislich entsprechend eingestuft. Daher stehen auch die Preise f\u00fcr Fruchts\u00e4fte und Fruchtprodukte in keinem normalen Verh\u00e4ltnis zu den anderen Produkten.<\/li>\n<li>sicherlich eine Reise wert. Japan hat einem Vieles zu bieten, man muss Etliches entdecken und sich auf viele regionale Unterschiede freuen, wenn man hier unterwegs ist. Allerdings muss man sich auf einen ziemlich grossen kulturellen Shock gefasst machen \u2013 vielleicht sogar noch gr\u00f6sser als in China \u2013 und auf die Tatsache, dass die hiesige Realit\u00e4t den Erwartungen nicht entsprechen wird, wenn man mit allzu hohen ankommt.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Japonia este:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>un stat insular care ofera o gama de peisaje destul de variata: munti, padure, zone de ses destinate agriculturii precum si enorme concentrari urbane. Ceea ce este mai putin reprezentat aici este poate un peisajul de coasta. In general Japonia se caracterizeaza prin veri caniculare si ierni nu tocmai geroase. In zonele muntoase situatia este alta, aici zilele de vara fiind putin mai racoroase si acompaniate de o briza agreabila in timp ce iernile sunt pline de zapada.<\/li>\n<li>un stat ale carui populatie si cultura sunt initial de origine chineza. China si-a pus in urma cu veacuri amprenta pe o mare parte a Asiei, chinezii s-au stabilit in diferite teritorii purtand cu ei si mentinandu-si astfel vie propria cultura. Japonia \u2013 si Coreea de altfel \u2013 nu a reprezentat o exceptie. Piatra de temelie a culturii si civilizatiei chineze nu poate fi stearsa cu buretele din procesul de devenire social-culturala al Japoniei. In ziua de astazi insa, aceste aspecte sunt adeseori musamalizate, localnicii luandu-le nu chiar cu foarte mare drag la cunostiinta pentru ca nu ii iubesc prea mult pe vecinii-stramosi. Cei cinstiti dintre japonezi insa recunosc adevarul si confirma aceasta origine comuna. Bineinteles ca trebuie mentionat faptul ca civilizatia si cultura japoneza s-au dezvoltat ulterior intr-o maniera proprie iar acele valori initiale au capatat \u2013 probabil si datorita influentelor din alte culturi \u2013 un iz tipic japonez. Printre aceste aspecte se numara spre exemplu gesturile exagerate de politete si respect pe care le primesti la fiecare colt de strada. In ziua de astazi acestea sunt doar un automatism atat de bine ancorat in subconstientul populatiei, incat aceasta nici macar nu le pune la indoiala sau le judeca sensul, insa in vremurile de demult ele au fost adevarate dovezi de respect si recunoastere a valorii aproapelui. Ceea ce trebuie clarificat insa in acest context este faptul ca aceste gesturi sunt conditionate de structura ierarhica foarte puternica \u2013 fapt care la randul sau spune multe despre cultura japoneza: un gest de respect il faci doar in fata cuiva superior tie, in fata unei fiinte inferioare esti liber sa il arati, insa nicidecum obligat.<\/li>\n<li>o tara in care localnicii sunt foarte saritori si incearca sa te ajute \u2013 cateodata in mod exagerat \u2013 chiar si atunci cand habar nu au cum. In ciuda acestei naturi saritoare, in momentul in care iti dau ajutorul se limiteaza la strictul necesar: adeseori intregul dialog nu este altceva decat o conversatie sacadata, robotica de gen intrebare-raspuns si nimic mai mult. In cazul in care insa se simt deranjati in drumul lor spre un loc anume, japonezii pot sa fie chiar nepoliticosi si sa te impinga in laturi in timp ce murmura ceva ce numai ei inteleg. Acest lucru l-am constatat doar la biciclistii care \u2013 in mod stupid \u2013 nu au o banda proprie, ci trebuie sa imparta trotuarul cu pietonii.<\/li>\n<li>o tara numai aparent deschisa si primitoare, complet diferita de toate celelalte tari asiatice. Aceasta deschidere doar de forma iti sare in ochi chiar si atunci cand ajungi sa cunosti un japonez si sa comunici cu el pe frecvente mai apropiate. Doar cu cei care au calatorit un pic la randul lor este posibil sa porti o discutie normala, ceilalti limiteaza conversatia intotdeauna la modelul stas, sacadat si plictisitor de intrebare-raspuns. Sa primesti tu o recomandare in legatura cu ceea ce ar merita vazut aici sau vreun sfat in aceasta privinta \u2013 de la aceste lucruri poti sa iti iei gandul complet, caci acestea presupun ca japonezii ar trebui sa ia o initiativa sau sa devina creativi \u2013 domenii care ambele le sunt complet necunoscute. Aceasta lipsa de initiativa, creativitate si opinie ii transforma intr-o populatie plictisitoare: da, contrar tuturor asteptarilor, japonezii sunt un popor extrem de plictisitor! Ai sentimentul ca au cazut prada si sunt prizonierii unei rutine din care nu ies niciodata. De aceea nici nu calatoresc aproape deloc, in fiecare zi bat aceleasi drumuri binecunoscute la nesfarsit si doar rareori incearca ceva nou.<\/li>\n<li>o tara marcata puternic, ba chiar obsedata de anumite reguli comportamentale. Bineinteles ca datorita diferentelor culturale mari, european fiind, daca te afli in tari asiatice precum China sau Taiwan trebuie sa iti insusesti normele locale de comportament. In timp ce in China sau Taiwan insa ai impresia ca esti inteles de localnici \u2013 in ciuda micilor gafe pe care le faci la inceput \u2013 poate poate se rade un pic de tine, insa in orice caz esti binevenit, in Japonia te lovesti de un zid. Aflat in fata acestui zid, ai impresia ca se asteapta de la tine sa sari peste el, insa nimeni (din localnici) nu iti ofera nici explicatii cum sa o faci, nici puncte de referinta. Daca incerci sa sari peste zid intr-o maniera gresita nu ti se va atrage atentia niciodata in mod direct si nu vei fi jignit, insa cu siguranta privit chioras si judecat. Un scurt exemplu: in societatea japoneza intrebarea: \u201emai vrei un pahar de apa?\u201c pusa musafirului de catre gazda inseamna de fapt \u201ena, m-am saturat \u2013 acum chiar ca ar cam fi timpul sa mergi acasa!\u201c Bineinteles ca tu trebuie sa intelegi aceste nuante, insa aproape nici un localnic nu este dispus sa ti le explice \u2013 probabil pentru ca ar fi prea nepoliticos! Si acesta este doar una din sumedeniile de afirmatii cu dublu sens care asteapta sa fie intelese si invatate aici pentru ca sa reusesti sa te ridici la asteptarile culturii japoneze. Pe scurt: ca si strain te simti \u2013 la un nivel superficial \u2013 foarte respectat, onorat si chiar flatat, ca doar esti salutat cu 100 de inchinari pe zi, insa pe un plan mai profund te simti mult mai putin acceptat decat in alte tari asiatice.<\/li>\n<li>o tara a carei rate de suicid \u2013 cea mai ridicata din lume de altfel \u2013 se explica prin tocmai aceasta strictete de reguli si prin filosofia samurailor. Daca iti pierzi onoarea nu mai esti vrednic de locul tau in societate. Pentru a evita acest lucru, decizi tu singur sa iti iei viata inainte. Acest fond cultural combinat cu stresul modern au drept consecinta faptul ca reteaua de trenuri este zilnic afectata de cate un caz de suicid.<\/li>\n<li>o cultura a carei filosofie nu este chiar atat de complexa si greu de inteles pe cat ne inchipuim noi ca vestici. Datorita pozitiei geografice expuse, japonezii cunosc foarte bine conceptul de \u201enou inceput.\u201c O tara in care saptamanal se resimt cel putin doua cutremure \u2013 si care a avut de-a face cu alte valori pe scala Richter decat suntem noi obisnuiti \u2013 respectiv un loc care adeseori este lovit de furia unui taifun si distrus de acesta \u2013 ei bine, o asemenea tara stie sa renunte la ceea ce a fost vechi si sa o ia din nou de la inceput. Daca este sa judeci asa, ai spune ca japonezii sunt mult mai putin legati de lucruri materiale decat noi \u2013 insa ai gresi: probabil ca sunt mult mai legati de acestea, avand in vedere ca pentru ei totul are un suflet, inclusiv obiectele. In cazul insa in care unul dintre aceste obiecte se pierde sau este distrus, sufletul acestuia se muta si isi cauta o noua forma materiala. In acest fel \u2013 desi partea materiala in sine nu mai exista \u2013 sufletul continua sa traiasca in ceva nou. Aceasta mentalitate a fost transpusa in urma oricarei catastrofe naturale la scala mare, influentand astfel viziunea asupra vietii.<\/li>\n<li>o tara care \u2013 precum afirma localnicii \u2013 este foarte usor de condus si manevrat din punct de vedere politic. Datorita lipsei de opinie mentionate mai sus, pentru liderii politici este foarte usor sa influenteze masele si sa conduca tara in directia dorita. Exemplul cu SUA este mai mult decat graitor: desi americanii le-au cauzat japonezilor cele mai mari daune posibile \u2013 in afara de catastrofele naturale la care acestia sunt expusi tot timpul \u2013 aruncand bomba atomica peste Hiroshima si Nagasaki, acest fapt este de mult uitat, ba si mai grav chiar: nu a fost niciodata judecat foarte aspru (decat de cei direct afectati respectiv de locuitorii celor doua orase in cauza). Motivul? In afara de obisnuinta japonezilor de a renaste din cenusa in urma unei catastrofe (de regula naturale), ceea ce a convins a fost comportamentul gen paine si circ al americanilor. Acestia au ajutat in situatia de criza aparuta imediat dupa bombardament si le-au dat localnicilor paine \u2013 o raritate in Japonia pe vremea respectiva, painea nefiind un produs care facea parte din regimul alimentar local.<\/li>\n<li>o tara in care sistemul de guvernare in ziua de astazi este unul democrat, insa in care imparatul inca detine mult mai multa putere decat lasa de inteles statutul sau doar simbolic. In cazul in care imparatul doreste sa miste ceva, sa schimbe o anumita directie de mers politica sau sa atinga niste scopuri, este suficient sa bata apropouri si sa sugereze ideile dorite intr-un discurs catre popor \u2013 si acesta il urmeaza ca si o turma. De aceea unii japonezi care nu sunt multumiti de guvern ridica niste acuzatii grave la adresa imparatului, care in vremea dinaintea razboiului inca se preocupa de binele tarii, acum insa doar de interesele proprii. Faptul ca de la sfarsitul celui de-al doilea razboi mondial in Japonia se afla tot acelasi partid la guvernare in mod sigur nu este intamplator si spune si el multe!<\/li>\n<li>o tara marcata de o morala de munca foarte puternica. Japonezii au doar 2 saptamani de vacanta pe an \u2013 cu putin noroc poate 3. Rutina de lucru se caracterizeaza prin zile enorm de lungi si venit modest, fapt care duce la dorinta tuturor de a munci si mai mult pentru a-si mari castigul. Munca este pentru multi dintre japonezi alfa si omega in viata.<\/li>\n<li>o tara a carei realitate nu coincide cu imaginea atat de raspandita in afara: robotii nu se gasesc pretutindeni, ba trebuie chiar cautati \u2013 si nici asa nu ii gasesti intotdeauna; digitalizarea lasa de dorit, punctualitatea excesiva si secundarele din gari sunt doar un mit iar constientizarea problemelor mediului inconjurator si comportamentul adecvat pentru a le reduce sunt \u2013 in ciuda gradului foarte inalt de educatie \u2013 in mod paradoxal domenii in care Japonia are inca destul de multe de invatat si teren de recuperat.<\/li>\n<li>o tara in care wc-urile reprezinta 2 extreme: ori ai o toaleta care iti curata fundul automat si ti-l mai si usuca, ori ai o gaura in pamant. In acelasi timp baile japoneze sunt complet diferite de ale noastre: in baie exista in majoritatea cazurilor un dus si o vana, insa in vana nu se intra niciodata pentru a face dus, totul se desfasoara in afara acesteia.<\/li>\n<li>tara cu cel mai complicat sistem de transport in comun posibil. Da, sistemul este unul dintre cele mai bune si eficiente din lume, acest calificativ insa se rezuma doar la numarul de legaturi, la punctualitatea acestora si curatenia din mijloacele de transport. Ceea ce surprinde insa, este faptul ca aceasta pozitie fruntasa se bazeaza doar pe imaginea la nivelul zonelor urbane, regiunile rurale nebeneficiind deloc de legaturi atat de bune precum in Elvetia. Sistemul de bilete este unul care iti da dureri de cap, o structura clara si o imagine de ansamblu lipsesc cu desavarsire \u2013 pana si localnicii spun ca sistemul este un haos general \u2013 iar accesul la informatii in cazul in care ai nevoie de lamuriri sau ai niste intrebari este doar rareori disponibil. Cine doreste informatii mai detaliate in aceasta privinta poate citi rubrica noastra de Tipps und Tricks.<\/li>\n<li>o tara nu neaparat usor de vizitat si descoperit pentru turistii in cautarea urmelor din vremurile de demult si ale valorilor traditionale. Ramasitele Japoniei vechi \u2013 daca inca disponibile undeva \u2013 sunt foarte bine ascunse printre structurile zilnice si arhitectura moderna. Cine doreste sa calatoreasca prin Japonia trebuie sa faca munca de cercetare serioasa inainte de a ajunge aici, caci \u2013 precum am mentionat mai sus \u2013 nimeni nu iti da aici sfaturi sau recomandari in legatura cu ce si unde ai de vazut \u2013 indiferent daca o intrebi pe o persoana pe care o cunosti sau pe un angajat la biroul de informare turistica.<\/li>\n<li>o tara in care se calatoreste relativ usor. Trebuie sa fii insa pregatit pentru faptul ca nu toata lumea vorbeste engleza si ca adeseori informatii importante in locuri publice sunt afisate doar in japoneza. Ca nevorbitor de japoneza daca te apropii de un localnic pentru a-i pune o intrebare exista doua scenarii posibile: ori incearca \u2013 in ciuda barierei de limba \u2013 sa te ajute si sa comunice, ori te ignora cu nonsalanta si chiar incearca sa fuga panicat.<\/li>\n<li>o tara ale carei preturi trebuie relativizate: in timp ce transportul in comun este foarte scump, alte aspecte ale vietii cotidiene pot fi comparate foarte usor cu Europa de vest si sunt de fapt mai ieftine decat ai presupune initial.<\/li>\n<li>o tara foarte sigura. Daca se intampla cumva sa pierzi ceva in Japonia, exista o mare probabilitate ca acest lucru sa fie regasit \u2013 indiferent de valoarea obiectului pierdut. In aceasta privinta probabil ca exista putine tari \u2013 fie ele chiar si dezvoltate \u2013 care pot tine pasul.<\/li>\n<li>din punct de vedere al mancarii o tara destul de variata, Osaka ocupand in aceasta privinta indiscutabil primul loc. Fructele insa sunt un element care lipseste, ele nefacand parte din regimul alimentar normal al unui japonez \u2013 fapt pentru care preturile acestora cat si a sucurilor de fructe sunt nejustificat de ridicate in raport cu alte alimente.<\/li>\n<li>in mod cert o tara care merita vizitata. Japonia are multe de oferit, te invita sa descoperi o sumedenie de lucruri ascunse si te surprinde cu diferente regionale. Un lucru este insa sigur: cine calatoreste aici trebuie sa se pregateasca pentru un soc cultural destul de mare \u2013 poate chiar mai mare decat in China \u2013 si pentru faptul ca realitatea de aici nu va corespunde asteptarilor \u2013 in cazul in care acestea sunt prea mari.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Japan ist: ein Inselstaat, welcher landschaftlich doch ein gewisses Spektrum an verschiedenen Bildern zu bieten hat: Berge, Wald, flache Landwirtschaftsgegenden sowie riesige urbane Konzentrationen. 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